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Radiojodtherapie: bei benignen und malignen Schilddrüsenerkrankungen

Der vorliegende Band füllt eine Lücke. Er gibt einen komprimierten Überblick über Chancen und Risiken dieser immer noch mit Vorurteilen belegten Therapieform. Die vorliegenden Langzeitergebnisse belegen die hervorragenden Möglichkeiten der Radiojodtherapie. Der vielbeschäftigte Arzt soll sich durch dieses Praxisbuch rasch mit der speziellen Materie und den deutschen Behandlungsmodalitäten vertraut machen können.

Die krankhaften Geschwülste: Erster Band: Dreissig Vorlesungen, gehalten während des Wintersemesters 1862–1863 an der Universität zu Berlin

Als das letzte Wintersemester beginnen sollte, waren die Aussichten fur mich, irgend eine grossere wissenschaftliche Arbeit bis zur Ver offentlichung durchfuhren zu konnen, sehr gering. Das politische Amt, welches mir durch das Vertrauen der Wahler ubertragen struggle, erfor derte mindestens eine solche Hingabe, dass ich nicht dar an denken durfte, neben der Erfullung meiner gewohnlichen amtlichen Verpflich tungen noch eine neue literarische Aufgabe, welche besondere Vor bereitungen und Mussestun den erforderte, ubernehmen zu konnen.

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Die Natur im allgemeinen und im besonderen seine eigene in Frage stellen wollte, wlirde sich dadurch auBerhalb aller Voraussetzungen einer wirklichen Existenz stellen, wlirde sich stlirzen in das Nichts, in die unbedingte Leere, in die tote Abstraktion, in Gott. Man kann deshalb auch nicht fragen, ob die Gesellschaft ein Gllick oder ein Obel sei, ebenso wie es unmoglich ist zu fragen, ob die Natur, das allumfassende, materielle, wirkliche, einzige, erhabene und unbedingte Wesen, ein Gllick oder ein Obel sei; sie ist mehr als das; sie ist eine ungeheuere positive und unnahbare Tatsache, jedem BewuBtsein, jeder Idee, jeder geistigen und moralischen Wertung vorausgehend, sie ist die Grundlage, die Welt, in welcher, durch das Schicksal bestimmt, spater sich das entwickelt, was wir das Gllick und das Obel nennen.

Es ist klar, daB, solange wir im Himmel 45 einen Herrn haben, wir auf der Erde Sklaven sind. Unsere Vernunft und unser Wille wiirden gleichfalIs vernichtet sein. Solange wir glauben, ihm absoluten Gehorsam schuldig zu sein (und einem Gott gegeniiber gibt es keinen anderen Gehorsam), miiBten wir uns notwendig der Autoritat seiner Mittler und Auserwahlten ohne Widerstand und ohne die geringste Kritik unterwerfen, als da sind: Messien, Propheten, von Gott erleuchtete Gesetzgeber, Kaiser, Konige und aIle ihre Beamten und Minister, geweihte Vertreter und Diener zweier groBer Institutionen, die sich uns darstelIen als von Gott selbst zur Leitung der Menschen eingesetzt: der Kirche und des Staates.

Daraus ergibt sich, da~ das im Besitze seiner unsterblichen Seele und seiner inneren, von der Gesellschaft unabhangigen Freiheit sich befindliche Individuum, der moderne Heilige, materiell dieser Gesellschaft bedarf, ohne vom moralischen Gesichtspunkt aus das mindeste BedUrfnis nach ihr zu haben.

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