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By Hartmut Häussermann

In diesem Buch werden die historische Herausbildung der sozialräumlichen Strukturen in Berlin, ihre Modifikation während der Zeit der Teilung sowie die neuesten Tendenzen seit 1990 dargestellt. Dabei stehen Fragen nach der Angleichung zwischen Ost und West sowie nach den neuen Linien sozialer Ungleichheit innerhalb der Stadt im Zentrum. Anhand detaillierter Analysen von Sozialdaten, Wanderungsprozessen und durch vertiefende Stadtteiluntersuchungen werden die sozialräumlichen Muster der Neusortierung der Bevölkerung beschrieben. Durch den Fall der Mauer und durch die immensen Wachstumserwartungen, die sich an der neuen politischen scenario in Europa und an der Hauptstadtfunktion von Berlin entzündeten, erlebten viele Stadtteile eine neue Bewertung. Die Orientierung der Stadtplanung an dem Bedeutungsgewinn der Stadt vernachlässigte die Transformation der ökonomischen und gesellschaftlichen Systeme, die in beiden Teilen der Stadt zu einer konfliktreichen state of affairs geführt hat. Die Darstellung orientiert sich an der Frage, ob der gegenwärtige Wandel zu einem Übergang von der politisch geteilten zu einer sozial gespaltenen Stadt führt.

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2). Dieser ,Dreiviertelring' schließt die größten Industriegebiete ein. ,,1910 wohnten fast 1,5 Millionen Menschen in Wohnungen mit nur einem heizbaren Zimmer. 000 Menschen. ). Von der Stadtmitte ausgehend in Richtung Westen und Südwesten erstreckten sich dagegen Wohngebiete, in denen kaum Gewerbe lag. Dies waren einerseits die bürgerlich geprägten Mietskasernenviertel von Charlottenburg, Schöneberg und Wilmersdorf, andererseits die zuvor beschriebenen Villenkolonien und neuen 41 Vorstädte. Dass in diesen Gebieten kein Gewerbe vorzufinden ist, obwohl gerade hier die ersten Einbahnlinien entstanden, ist nicht dem Zufall zu verdanken, sondern mit finanzpolitischen Motiven zu erklären: "Eine der Haupteinnahmequellen der Gemeinden waren die Zuschläge zur staatlichen Einkommenssteuer.

Dangschat 1995). b) In den Großstädten sind Tendenzen wirksam, die neue Formen einer städtischen Exklusion hervorbringen bzw. zur Bildung einer neuen städtischen Unterklasse beitragen. Die Kämpfe des städtischen Proletariats im 19. und am Beginn des 20. h. politisch und sozial diskriminierte Bevölkerung). Die Integration in die städtische Ökonomie war demgegenüber von geringerer Bedeutung, da die wachsende Industrie das zugewanderte Proletariat ohnehin aufsog. Heute ist die Integration in die Stadt vollzogen, soweit sie durch bauliche Vorsorge beeinflussbar ist.

Teuteberg 1987). Bei dieser Art von Kritik wurden die Mängel, die aus der Baustruktur resultieren, nicht unterschieden von jenen, die aus der Belegungsdichte entstehen, so sehr war es offenbar selbstverständlich, dass kleine Wohnungen überbelegt werden. Kritisiert wurde also der hohe Anteil von Hinterhof- und kleinen Wohnungen. Die kleine Wohnung mit Stube und Küche ohne eigene Toilette, die Nonnalwohnung der Mietskasernenquartiere, wurde durch die hohen Mieten zum sozialpolitischen Problem, denn diese konnten nur aufgebracht werden, wenn viele Bewohner aus ihrem Einkommen dazu beitrugen oder wenn sich ein großer Haushalt auf engstem Raum zusammendrängte.

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