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By Ingeborg Weber-Kellermann (auth.), Wolfram Fischer-Rosenthal, Peter Alheit (eds.)

Dr. Wolfram Fischer-Rosenthal ist Professor für Medizinische Soziologie an der Universität Mainz und für Gesundheitspolitik an der GhK-Universität Kassel. Dr. Peter Alheit ist Professor für Arbeit und Bildung an der Universität Bremen. Erika M. Hoerning ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

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Die Vorstellung, daß das Selbst mehr ein lebenslanger interaktiver ProzeßiS ist und kein fixes Etikett, wird im biographischen Erzählen als Normalität eingerichtet. Normal erscheint somit, daß man an seiner unabgeschlossenen Geschichte weiterschreibt, solange man lebt, und so ein Selbstkonzept präsentiert, das sowohl Kontinuitäten als auch Emergentes einschließt, das sowohl ein IdealSelbst wie ein Real-Selbst darstellt. Erzählte Lebensgeschichten folgen somit einer anderen Pragmatik, Wahrhaftigkeit oder Wahrheit als historische bzw.

Equilibristischer Struktur vs. Prozeß bestimmend sind, sondern bei dem wie in anderen Prozessen des Lebendigen ein eigengesteuertes »Fließ- Biographische Arbeit im Umgang mit deutschen Vergangenheiten 53 offen, und beides ist in der biographischen Kommunikation möglich. Der alltägliche biographische Prozeß kann biographische Arbeit genannt werden, da er mit der Anstrengung der Aufrechterhaltung alltäglicher Ordnung oder ihrer Restrukturierung zu tun hat. »Durcharbeiten« und »Bewußtmachen« (Freud), »Aufarbeitung der Vergangenheit«, ein Terminus, der seit Adornos Vortrag von 195918 in die Alltagssprache für die selbstreflexive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus übergegangen ist und heute als Aufarbeitung einer »doppelten Vergangenheit«I9, nämlich der von Nationalsozialismus und SED-Staat, programmatisch mit Emphase erneuert wird, dies alles ist im nicht-spezialisierten Alltagsdiskurs vornehmlich biographische Arbeit.

1935 war ich, von Deutschland kommend und wieder dorthin zurückgehend, illegal in Moskau. Dort hatte ich meine erste ganz persönliche Begegnung mit Walter Ulbricht, nicht als hohem Parteifunktionär, sondern von Genosse zu Genosse, uns zur Begrüßung wie zum Abschied herzlich umarmend. Ich habe darüber im ersten Band meiner Memoiren berichtet. Auch Berichte über solche ganz inoffiziell verlaufenden Treffen sind kaum in Biographien von KPD-Genossen oder solchen aus der Sozialdemokratie zu finden. Ein Jammer!

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