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By Andreas Vlasic

Die Annahme einer Integrationsfunktion der Massenmedien ist in der Kommunikationswissenschaft fest verwurzelt. Die vorliegende examine zeichnet die Ideengeschichte des Integrationsbegriffs nach und zeigt die Verbindung dieses einflussreichen Konzepts zu Disziplinen wie Soziologie oder Poli-tikwissenschaft. Auf foundation eines handlungstheoretischen Ansatzes wird ein Modell der Integrationsfunktion vorgeschlagen, das die Ebene des individuellen Handelns von Akteuren mit dem Einfluss der von ihnen vorgefundenen Strukturen verknüpft. Dadurch wird es möglich, integrationsrelevante Bereiche und Prozesse zu bestimmen. Für ihre empirische Untersuchung wird angeregt, die Kumulation von Botschaften zu größeren Kommunikationsmustern (Meta-Botschaften) zu analysieren.

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Eine frUhe Hypothese hierzu besagt, dass bei steigendem Zufluss von Information via Massenmedien in ein soziales System Personen mit hohem sozi06konomischem Status dazu tendieren, diese Information schneller aufzunehmen, als Personen mit niedrigem soziookonomi- Die Integrationsfunktion der Massenmedien 55 schem Status (Tichenor/Donohue/Olien 1970). Die vorhandene Kluft zwischen hohen und niedrigeren Schichten wird mit der Zeit groBer, sozialstrukturelle Ungleichheiten fiihren also zu entsprechenden Disparitaten im gesellschaftlichen Informationsfluss und letzten Endes zu einer Benachteiligung der unteren Schichten.

Konnte - so die Idealvorstellung - in Zeiten des Offentlich-rechtlichen Monopols der Untemehmer mit seinen Angestellten iiber das Femsehprogramm vom Vortag reden und so Gemcinsamkeit herstellen, so ist dies unter den heutigen "Viel-Kanal-Bedingungen" (vgl. Jarren/Krotz 1998) nicht mehr moglich. Die Kommunikationsbarrieren zwischen den gesellschaftlichen Teilgruppen bzw. den Gruppen mit unterschiedlichen Medienmeniis werden dadurch hoher. Durch die Unterschiedlichkeit der Mediennutzung wird der gemcinsame Erfahrungsschatz, vor allem im Bereich der politischen Themen, geringer.

Die unterschiedliche Redebereitschaft fiihrt zu OOer unterschiedlichen Darstellung der MOOungen in den Medien, 00 positiver Riickkoppelungs- bzw. Verstiirkungsprozess zugunsten der Mehrheitsmeinung wird in Gang gesetzt. Die Massenmedien wirken als Quelle der Umweltbeobachtung auf diesen Prozess 00; durch kumulative und konsonante Berichterstattung - so die Vermutung - konnen sie die Bildung von Mehrheitsmeinungen unterstUtzen. Ebenfalls eine homogenisierende Wirkung, allerdings ohne die starken Verhaltensimplikationen der Theorie der Schweigespirale, liegt dem Modell der AgendaSetting-Funktion der Massenmedien zugrunde (vgl.

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