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By Valentin Pluder

Der Begriff 'Klassische Deutsche Philosophie' setzt sich zusehends gegenuber der alten Bestimmung 'Deutscher Idealismus' durch. Dies geschieht vollkommen zu Recht, denn letztere fuhrt in die Irre. Tatsachlich verfolgen Fichte, Schelling und Hegel zusammen mit Kant das Anliegen, Idealismus und Realismus als einseitige Positionen zu uberwinden. Ausgehend von diesem gemeinsamen Vorhaben entspinnt sich zwischen ihnen eine Kontroverse, die in unterschiedlichen Losungskonzepten mundet. Die vorliegende Arbeit stellt die unterschiedlichen Ansatze zur Vermittlung von Idealismus und Realismus, die in der Forschung bisher eher vage prasent sind, erstmals systematisch anhand ihrer historischen Entwicklung dar. Ein Anhang zur Analytischen Philosophie belegt die Relevanz der Fragestellung auch fur die Philosophie der Gegenwart.

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Tatsächlich muss das eigentlich Reale eines Realismus keineswegs materiell oder dinglich sein. Vgl. « In: HWPh, Bd. 8, S. « Zum Begriffsrealismus und seiner Nähe zu einem ›objektiven Idealismus‹ siehe etwa Friedrich Brunstäd: Handbuch der Philosophie. Abteilung 1A. München, Berlin 1934, S. 13. Einleitung 39 Die hier an Berkeley als vermeintlich radikalem Idealisten illustrierte Schwierigkeit, eine Philosophie eindeutig als Realismus bzw. Idealismus zu identifizieren, schlägt sich in der unübersehbaren Vielzahl an Epitheta nieder.

Wie bei Hume ist die Quelle allen Wissens letztendlich einzig die Sinnlichkeit. 8 Unter Vorgabe des Konzepts eines rein rezeptiven Subjekts koppelt Jacobi konsequent auch die Vernunft 9 an die Qualität der Sinnlichkeit. 10 Eine qualitative Differenz von geistiger Aktivität und sinn7 Siehe Jacobi: »Lehre des Spinoza«, S. 130. Empirismus bzw. Sensualismus spricht allerdings nicht gegen einen Idealismus, wie das Beispiel George Berkeleys zeigt. Siehe dazu, insbesondere bezogen auf Jacobis Gebrauch der Begriffe Idealismus und Realismus, Baum: Vernunft und Erkenntnis, S.

Kritik der reinen Vernunft (2. Auflage 1787). In: Gesammelte Schriften, Bd. 3, hg. von der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 1911. Zitiert wird nach der Paginierung der 2. Auflage. Einleitung 41 jekt und dieser Wirklichkeit auf, die konkret etwa in der Differenz von Denkmöglichkeit und Wirklichkeit ist. Um auch diese begreiflich zu machen, beruft sich Kant auf eine Instanz, die dem Subjekt extern sein soll. Das Erklärungspotenzial dieser realistischen Strategie wird jedoch überschattet von ihren typischen Nachteilen: Weder kann die dem Subjekt externe Größe tatsächlich als solche ausgewiesen noch ihr genaues Verhältnis zum Subjekt angegeben werden.

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