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By Stephen Kalberg, Thomas Schwietring

Die großangelegte Soziologie Max Webers bietet viel mehr als eine Reihe von "Ideal-Typen" oder begrenzte und problembezogene Untersuchungen. Selbst eine Untersuchung seines Hauptthemas - die Entstehung des westlichen Rationalismus - gibt keinen Aufschluss über Webers strenge soziologische Forschungsstrategien, die seinen wichtigsten Schriften zugrunde liegen. Durch eine vergleichende Lektüre von Max Webers soziologischen Schriften eröffnet Stephen Kalberg einen neuen Blickwinkel auf dessen Werk. Er stellt den aktuellen Nutzen für die historisch-vergleichende Soziologie heraus, deren gegenwärtige Ansätze einige Gesichtspunkte der Arbeiten von Max Weber vernachlässigen, und weist auf die tiefgreifenden kritischen Beiträge der Untersuchungen von Max Weber hin. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass vor allem die nahezu universale Spannweite seiner Arbeiten, der Versuch, das sinnhafte Handeln zu "verstehen" und zugleich Handlung und Struktur zu verknüpfen sowie ein mehrstufiges Verfahren der Kausalanalyse die Aktualität von Webers Forschungsstrategien im 21. Jahrhundert ausmachen.

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Ebenfalls Kap. 3, Anm. 15. Wie beispielsweise ,,reaktives" Verhalten, das ohne einen Anteil subjektiv gemeinten Sinns ist. Vgl. WuG 1-4. 52 Grundlegende Strategien und Verfahren Die Darstellung sinnhaften geordneten Handelns durch Idealtypen lenkt die Webersche historisch-vergleichende Soziologie einerseits weg von isolierten Handlungsorientierungen und andererseits von globalen Themen wie gesellschaftlicher Entwicklung, sozialer Differenzierung und der Frage sozialer Ordnung. Anstelle von umstUrzenden Entwicklungen nehmen die mannigfaltigen Quellen empirischer Gleichllirmigkeiten von Handeln und, darüber hinaus, der jeweilige Inhalt solch regelmäßigen Handelns - ob vorwiegend traditional, affektuell, wertrational oder zweckrational - seine Aufmerksamkeit in Anspruch.

Kalberg 1989a). Daher betont Weber beispielsweise in seiner Erörterung der modemen Staaten keineswegs die gemeinsamen Merkmale, sondern er konzentriert sich auf einzelne Themen, die rur bestimmte Nationen zentral sind, wie etwa die Bedingungen für einen erfolgreichen deutschen Imperialismus, die Möglichkeit einer bürgerlichen Demokratie in Rußland, die soziologischen Voraussetzungen der amerikanischen Demokratie und die Hindernisse rur eine parlamentarische Demokratie in Deutschland. Die dreibändige WEWR diskutiert eine Reihe von abgegrenzten historischen Entwicklungen, wie den Aufstieg des Patrimonialismus, des Konfuzianismus und des Literatenstandes in China, die Ursprünge der "außerweltlichen" Mystik, der Brahmanen, einer unpersönlichen Gottheit und des Kastensystems in Indien und den Aufstieg der levitischen Priesterschaft, des Monotheismus, des missionarischen Prophetentums und der Pharisäer in Israel.

Bendix dient darüber hinaus aber auch als eine Folie für diese Untersuchung. Betrachtet man die Ziele seiner Studie, zeigen sich bestimmte Beschränkungen. Vor allem sicht er Weber in erster Linie als einen historischen Soziologen und weniger als einen strengen soziologischen Theoretiker. Obwohl diese Perspektive in vielerlei Hinsicht hilfreich ist, rührt sie Bendix dazu, Webers Strategien und Verfahren herabzusetzen. Bendix schürft das theoretische Kapital in Webers empirischen Schriften nur dürftig aus.

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