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By Alfred Bellebaum

Es gibt banale Langeweile z.B. in Freizeit, Beruf, Schule, Ehe, Altenheim, Militär . . . Es gibt aber auch tiefsitzende Langeweile, die anlagebedingt sein und durch widrige Umstände ausgelöst, verstärkt und am Leben erhalten werden kann. Darauf verweist Acedia-Trägheit, jahrhundertelang als eine der sieben Hauptsünden angeprangert, die später als Melancholie, Ennui, Hypochondrie, Spleen, existentielle Langeweile oder endogene melancholy stetig aufgetreten ist und nach wie vor unbesiegt auftritt. Auch für diese andere Langeweile bietet die moderne Gesellschaft einen guten Nährboden. Der Autor beschreibt die vielfältigen Formen von Langeweile und deren Nutzen und Schaden in unserer Gesellschaft, Kultur und Geschichte.

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Der vorliegende Band füllt eine Lücke. Er gibt einen komprimierten Überblick über Chancen und Risiken dieser immer noch mit Vorurteilen belegten Therapieform. Die vorliegenden Langzeitergebnisse belegen die hervorragenden Möglichkeiten der Radiojodtherapie. Der vielbeschäftigte Arzt soll sich durch dieses Praxisbuch rasch mit der speziellen Materie und den deutschen Behandlungsmodalitäten vertraut machen können.

Die krankhaften Geschwülste: Erster Band: Dreissig Vorlesungen, gehalten während des Wintersemesters 1862–1863 an der Universität zu Berlin

Als das letzte Wintersemester beginnen sollte, waren die Aussichten fur mich, irgend eine grossere wissenschaftliche Arbeit bis zur Ver offentlichung durchfuhren zu konnen, sehr gering. Das politische Amt, welches mir durch das Vertrauen der Wahler ubertragen conflict, erfor derte mindestens eine solche Hingabe, dass ich nicht dar an denken durfte, neben der Erfullung meiner gewohnlichen amtlichen Verpflich tungen noch eine neue literarische Aufgabe, welche besondere Vor bereitungen und Mussestun den erforderte, ubernehmen zu konnen.

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So ist beispielsweise von Weltschmerz oder einer Art Melancholie gesprochen worden (Koertling: 36). Und: "Ein anderes Geschenk Petrarcas an die modemen Intellektuellen ist seine Melancholie". Das ist noch insofern ein wichtiger Hinweis, als Accidia-Melancholie nicht alle Menschen trifft. Es ist angeblich vorwiegend die Gruppe der Intellektuellen und Literaten, welche diese Seelenstimmung an sich selbst erleben - und nicht selten kultivieren! Petrarca verweist gelegentlich auf ein Leiden gepaart mit Lust.

In einer Tagebuchnotiz vom 20.

In einem seiner Briefe an Lucilius warnt Seneca erneut davor, bloß hin und her zu reisen. Auf diese Weise seien schlechte Laune und Niedergeschlagenheit/tristitiam gravitatemque mentis nicht zu heilen. Man müsse seine Geisteshaltung ändern, nicht das Klima (28, 1). Das Erlebnis des immer Gleichen und der sich allesamt abnützenden Zerstreuungen wird erneut beschrieben: Manche werden es überdrüssig, immer dasselbe zu tun und zu sehen, und es überkommt sie nicht Haß gegen das Leben, sondern Widerwille/ [...

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