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By Clemens Schwender

Der Beitrag ist im eigentlichen Sinn interdisziplinar mit alien Schwierigkeiten, die derartige Ansatze mit sich bringen. Sie konnen dort erfolgreich sein, wo sie aus der Verkniipfung von Altbekanntem Neues schaffen. Ein grundsatzliches challenge int- disziplinarer Arbeiten ist, dass jeweils die grundstandigen Wissenschaften zu kurz kommen. Eine Arbeit iiber eine evolutionspsychologische Medientheorie wird weder den Anspruch der Evolutionspsychologen nach neuen Erkenntnissen erfiillen konnen, noch werden Medienwissenschaftler unbedingt Neues erfahren. So kann jedes - dienlehrbuch beschreiben, was once ein Achsensprung ist und wie guy ihn vermeidet. Ob das challenge jedem Evolutionspsychologen spontan begreiflich ist, bleibt zu bezw- feln. Ahnliches gilt umgekehrt: Der Begriff „Theory of brain' gehort zum etablierten Begriffsapparat der Evolutionspsychologie, doch ihn fur die Wahmehmung von - dieninhalten zu nutzen, bringt fur Medienwissenschaftler einen Erkenntnisgewinn. Die Arbeit muss daher beiden Seiten die jeweils andere Sichtweise verstandlich machen. Eine evolutionspsychologische Verankerung des Phanomens des Achsensprunges ist additionally mehr als eine Bestatigung von Altbekanntem. guy kann erfahren, wie die ver- lagte Wahmehmungsweise der Bewegungskonstanz Einfluss auf die Positionswechsel der Kamera haben oder wie die thought of brain den Standortwechsel der Kamera im Schnitt-Gegenschnitt-Verfahren erklaren kann. Medienwissenschaftliche Arbeiten unterliegen auf Grund ihres interdisziplinaren Charakters haufig dieser Problematik und Querbeziige zu anderen Disziplinen werden seit langem fruchtbar genutzt: Psychologic, Okonomie oder Sozial- und Technik- schichte gehoren zu den Konstanten. Die Evolutionspsychologie wird ein weiterer Baustein - so zumindest der Anspruch - flir das Verstandnis der medienvermittelten Konamunikation.

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Human ethology: Empirical wealth, theoretical death. In: Behavioral and Brain Sciences, Heft 2, 1979, S. 27 zitiert nach: Eibl-Eibesfeldt, Ireniius: Die Biologie des menschlichen Verhaltens, Grundrisse der Humanethologie, Mtinchen 1997, S. 46 Laplanche, J. -B. 355 Evolutionspsychologie und Psychoanalyse 37 verstreuen, oft sogar wei! sie aktiv von den Eltem vertrieben werden, ist fur eine genetische Durchmischung der Population gesorgt, und Inzesthemmungen fehlen. Das gilt zum Beispiel fur EichhOmchen oder Hausmause.

Soziologen schlieJ3en biologische Faktoren kategorisch aus. Sie sehen die Begriffspaare angeboren-erworben, Natur-Erziehung oder instinktiv-erlernt als Widersprtiche. Den Menschen aus seiner biologischen Umgebung und Vergangenheit zu entziehen hat einen Anthropozentrismus zur Folge, der die Menschen von den Tieren und dem Rest der Natur abgespalten hat. Das soziale Verhalten entsteht nach Meinung der Soziologen einzig aus der Interaktion mit anderen. Da tiber den Ursprung des Sozialen nicht nachgedacht wird, ist die Soziologie in dieser Hinsicht kreationistisch, denn Gesellschaft ist dann ein Phanomen sui generis, das sich - wie auch immer selbst schafft.

Hass sollte Ausdruck finden in Handlungen wie Korperverletzungen oder Mord. Aber nichts spricht fur spezifisch, yom Odipus-Komplex ableitbare Aktionen. Nach Freud ist der Kitt, der die Menschen bindet, primar der Sexualtrieb. Verhaltensethologen und Evolutionspsychologen folgen dieser grundlegenden Aussage im Allgemeinen nicht. Unter ethologischer Betrachtung gibt es Hinweise, dass es nicht der Sexualtrieb ist, der das Kind an die Mutter bindet. Umgekehrt gilt: Brutpflege ist ein Verhalten, das im Werbeverhalten kopiert wird.

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