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By Ralf Heming

Wie kein anderer hat Jürgen Habermas auf der Bedeutung einer agilen öffentlichen Diskurspraxis für ein funktionsfähiges demokratisches Gemeinwesen insistiert. Obwohl er keine geschlossene Theorie der Öffentlichkeit im Sinne einer begrifflich in sich konsistenten Konzeption entworfen hat, bieten seine Schriften einen reichhaltigen Fundus an gesellschafts- und politiktheoretischen Anhaltspunkten für den Bedingungs- und Wirkungskontext von Öffentlichkeit. Ralf Heming geht den im Gesamtwerk von Habermas angelegten öffentlichkeitsrelevanten Implikationen nach, um sie im Kontext der allgemeinen Diskussion um Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft systematisch zu verdichten und in ihren Stellenwert für ein Verständnis politischer Öffentlichkeit einzuordnen. Der Autor stellt die those auf, daß ein normativ ‘starker’ und politikpraktisch anschlußfähiger Öffentlichkeitsbegriff ein Mehr an Optionsräumen für bürgerschaftliche Einflußnahme im politischen Prozeß einfordern muß.

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Die geistigen Kräfte zu ihrer höchsten Gesundheit und praktischen Tüchtigkeit entwickelt (werden) " sowie sie ein Garant sei, "gegen den Mißbrauch, gegen nachlässige, untreue, verfassungswidrige Anwendung der politischen Gewalt. "22 Im sprachlichen Verwendungszusammenhang bezeichnen die Tennini 'öffentliche Meinung' und 'allgemeiner Wille' zum Ende des 18. Jahrhunderts nicht selten absolute soziale Instanzen, die ihrerseits einer weiteren Begründung nicht bedürfen. Öffentliche Meinung beansprucht politisch nunmehr den Ort, den bislang die absolutistischen Gewalten eingenommen haben.

S. 366 ff. 33 in den Verliesen der Restaurationszeit oder wird zur Emigration genötigt, wn schließlich ab 1830 und verstärkt ab 1848 wieder, als politisch relevante Größe, in Erscheinung zu treten. Es verwundert geradezu, daß Habennas weithin auf die Erörterung zeitgenössischer deutscher Autoren, wie obig Jochmann, entweder gänzlich verzichtet oder wenn, wie bei Welcker, diese nur am Rande erwähnt. E. zu kurz. Denn in seinen nonnativen Implikationen, aber auch in der Bestimmung von praktisch-politischen Anschlußstellen, ist das Verständnis von Öffentlichkeit, zumindest im deutschsprachigen Raum, von eben diesen Autoren, als quasi Katalysatoren aufklärerischen Gedankengutes, nicht unwesentlich beeinflußt worden.

Des weiteren zu den Berührungspunkten zwischen Kant und Habennas vgl. Wellmer, Albrecht: Ethik und Dialog - Elemente des moralischen Urteils bei Kant und in der Diskursethik, FrankfurtJM. 1986, ibs. S. 114 ff. 39 letztlich ein gesellschaftliches Ordnungsmodell entworfen, welches Demokratie ohne öffentliche Diskussion vorsieht, und zudem, öffentliche Meinung als notwendig lenkbare ausweist. Rousseau postuliere, so betont Habermas, am Ende eine Demokratie der nichtöffentlichen Meinung, mithin der manipulativen Gewaltausübung.

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