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By Marc Hanggi-Kriebel

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Die Krisis der Europäischen Wissenschaften und die Transzendentale Phänomenologie: Ergänzungsband Texte aus dem Nachlass 1934—1937

Der vorliegende Band vereinigt Husserls letzte Nachlaßmanuskripte, die im Zusammenhang mit der Arbeit an der Krisis-Abhandlung in den Jahren 1934 bis 1937 verfaßt wurden. Mit dieser werkgeschichtlichen variation wird ein Ergänzungsband zu Husserls letztem Werk, Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, publiziert in Husserliana VI, vorgelegt.

Skeptische Methode im Blick auf Kant

Odo Marquard's doctoral thesis approximately KAnt's skepticism.

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Mit anderen Worten: Das Selbst, in der Uneinigkeit seiner mit sich, vermag Widersprüchliches auszusagen. Auf der anderen Seite bildet die in der Frage angezielte Einheit des Selbst mit sich die Grundlage der Übereinstimmung in den Aussagen. Die in der Frage anhebende geistige Bewegung ist zugleich eine sich im Fragegeschehen selbst entwickelnde Beweisführung oder Argumentation. Die Frage richtet sich an einen Gesprächspartner und ergeht über etwas. Sie entspringt aus einer konkreten Situation und versucht, diese im Lichte der das Leben leitenden Gedanken zu erhellen.

Nun scheint aber eine teleologische Seinslehre, die das Gut-sein des Menschen aus seiner Wesensbeschaffenheit zu erklären versucht, den Sinn des sokratischen Frage-Impulses zu verkehren. Die Seele - für Sokrates die Bewegkraft des menschlichen Lebens auf sein Telos hin - wird in ontologischer Erweiterung und Umbildung das Bewegende überhaupt in allen sich selbst bewegenden Wesen. Da nun Bewegung soviel wie Veränderung bedeutet, bildet die überweltlich gedachte Seele zugleich die Grundlage der Erscheinungswelt.

Im Anschauen der Idee als ihres Vermögens oder ihrer eigentlichen Bestimmung findet die Seele zu ihrem Ursprung zurück und sammelt sie sich zur Mitte ihres Wesens. Die Idee ist zugleich das Telos der um ihr Anliegen bekümmerten Seele und die Bestimmung ihres Seins, der gegliederten Einheit ihrer Wesensnatur. Zwischen dem Reich der ansieh-seienden Grundgestalten und der Erscheinungswelt entfaltet sich die Bewegung des Werdens, deren Sinn ein Wesentlich-Werden, ein Werden zum Sein (r€veat<: el<:ovaiav) ist.

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