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By Friederike Schmidt, Anne-Christin Schondelmayer, Ute B. Schröder

Das Anliegen dieses Bandes ist es, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stärker ins Bewusstsein pädagogischer Kontexte zu rücken. Die Evaluationsstudie, die dieser Herausgabe voranging, weist auf ein Interesse und eine Bereitschaft hin, das Thema „Sexuelle Vielfalt“ in der pädagogischen Praxis aufzugreifen und zu bearbeiten, macht aber zugleich gravierende Schwierigkeiten hierbei deutlich. Die präsentierten Bildungsbausteine und Anwendungsvorschläge sind als Respons auf diesen Befund zu verstehen und einhergehend damit als Hilfestellung für Praktiker_innen gedacht.

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54 Zülfukar Çetin Rassismen: Der Rassismus bezieht sich besonders auf die türkische Herkunft der Interviewpartner. Interessant ist, dass die beiden Merkmale „schwul und türkisch“ als eine „besondere“ Konstellation vorgestellt wird. Neben dieser so genannten positiven Diskriminierung werden individuelle Eigenschaften und äußere Erscheinung der Interviewpartner mit dem Islam verbunden, das heißt, dass die Interviewpartner orientalisiert, exotisiert und rassifiziert werden. Bürokratische Komplikationen, Arbeitslosigkeit, schlecht bezahlte Jobs oder Nicht-Anerkennung vorhandener Qualifikationen führen zu Ausgrenzung, Ausschluss und ungleicher Verteilung der materiellen und immateriellen Ressourcen.

Den „orientalischen bzw. orientalisierten“ Schwulen wird in diesen rassialisierenden Phantasien grenzenlose Gewalt und Wildheit „erlaubt“. Sie werden gleichzeitig heteronormalisiert, indem ihnen Eigenschaften eines „richtigen heterosexuellen Mannes“ zugeschrieben werden. (vgl. Petzen 2011, S. 25-47). In ihrem Aufsatz Was ist eigentlich Rassismus? weist Birgit Rommelspacher (2009) auf vier Merkmale des Rassismus hin. Demnach funktioniert Rassismus durch Naturalisierung, Homogenisierung, Polarisierung und Hierarchisierung.

Essentialisierungen gehen mit einer Reduzierung der jeweiligen Person auf dieses eine Merkmal einher, blenden also andere Identitätsmerkmale der Person aus (vgl. Attia 2009). Heteronormativität und (antimuslimischer) Rassismus 51 Kleidungsstil, Hautfarbe) hervorheben. Durch soziale und biologistische Markierungen werden insbesondere Differenzen hergestellt, die als Rechtfertigung der Ausgrenzung und des Ausschlusses benutzt werden. So legitimieren Markierungen soziale, politische und ökonomische Handlungen, durch die erstens bestimmte Gruppen vom Zugang zu materiellen und symbolischen Ressourcen ausgeschlossen und zweitens die Privilegien der ausschließenden Gruppe gesichert werden.

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