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By Hans Haas

"Das Leben kennenzulernen, gibt es zwei Methoden", schreibt PETER BAMM. "Man läuft ihm überall nach. Das tun die Forscher. guy bleibt an einem Punkt sitzen und wartet, bis es vorüberkommt. Das tun die Philosophen. guy kann, zum Exempel, annehmen, daß jeder Pariser im Jahr einmal am Cafe de los angeles Paix vorbeikommt. Wenn guy ein Jahr dagesessen und geguckt hat, dann hat guy alle Pariser kennengelernt. Ohne Zweifel ist die Methode des Philo­ sophen der Methode des Forschers überlegen. " Machen wir uns deshalb die Methode des Philosophen zu eigen und lassen ein­ mal, zum Exempel, alle die verschiedenen Erkenntnisstufen, geistigen Kraft­ felder, Lehrmeinungen, Ideen und Theorien, die in der Medizin im Laufe ihrer langen, vielhundertjährigen Geschichte eine Rolle gespielt und sie eventuell ent­ scheidend beeinflußt haben, an uns vorbei passieren , um sie einzig von dem einen Punkt aus zu betrachten, inwieweit sie sich für die Behandlung des kranken Menschen, insbesondere für die Handhabung und Auslegung der medikamentösen Therapie, ausgewirkt haben. Ähnlich wie jener imaginäre Philosoph im Cafe de los angeles Paix, der nicht erwarten kann, daß jeder Pariser sich einem festgelegten Schema fügt, werden auch wir nicht annehmen dürfen, daß die Entwicklung des therapeutischen Denkens und HandeIns dann noch in einer streng gegliederten geschichtlichen Ordnung an uns vorüberzieht.

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Radiojodtherapie: bei benignen und malignen Schilddrüsenerkrankungen

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Die krankhaften Geschwülste: Erster Band: Dreissig Vorlesungen, gehalten während des Wintersemesters 1862–1863 an der Universität zu Berlin

Als das letzte Wintersemester beginnen sollte, waren die Aussichten fur mich, irgend eine grossere wissenschaftliche Arbeit bis zur Ver offentlichung durchfuhren zu konnen, sehr gering. Das politische Amt, welches mir durch das Vertrauen der Wahler ubertragen warfare, erfor derte mindestens eine solche Hingabe, dass ich nicht dar an denken durfte, neben der Erfullung meiner gewohnlichen amtlichen Verpflich tungen noch eine neue literarische Aufgabe, welche besondere Vor bereitungen und Mussestun den erforderte, ubernehmen zu konnen.

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Erst durch SCHÖNLEIN (1793-1864) und TRAUBE (1818 bis 1876), die den cardialen Hydrops als Hauptindikationsgebiet der Digitalis erkannten, erfuhr die Droge eine Rehabilitierung, und seitdem ist die Digitalis eine Arznei, ohne die kein Arzt auskommen kann. Die intuitive Auffindung schmerzlindernder Mittel und ihr medizinischer Einsatz ist ebenfalls in die ursprünglichen Heilerfahrungen der Menschheit einzureihen. Jedenfalls gibt es Angaben in dieser Richtung bereits frühzeitig im Schrifttum verschiedener Völker.

DE COBO (1582-1657) hat sie bereits 1632 nach Spanien und nach Rom mitgebracht, Um ihre weitere Verbreitung in Europa haben sich besonders der Kardinal J. DE LUGO (1583-1660) sowie der als Leiter der Apotheke des Jesuitenkollegs (1647-1660) in Rom tätige PUCCIARINI verdient gemacht. Darauf ist es wohl zurückzuführen, daß die Rinde damals als Jesuitenpulver "Polvo Ipecacuanhawurzel und Chinarinde 29 de los Jesuitas" bezeichnet wurde. Medizinisch erwähnt ist sie erstmalig 1643 indem Buch des ArztesVAN DERHEYDEN (1572-1650), der sie bei Malaria tertiana empfahl.

Da ers getrunken hat' verwand er die Augen scheusslich' sperrte und zerrte das Maul' krümmte den Hals (welches ohne Zweifel darum geschehen' daß sich das Gift mit der Arzneien' gleich als wenn sich ihrer zwei mit einander balgen, übertreffen tät) saß auf einem Stock I und war diesmals überrocks auf die Erde gefallen' wo ihm der Scherge nicht gehalten hatte. Dieweil besprengt man ihm das Antlitz mit Weinessig' und rupfte ihn bei denHaaren 'da kam er alsbald wiederum zu sieb selbst I und machte sich unrein.

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