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By Jürgen Schmitt

Unter den Begriffen "Quartiersmanagement", "Lokale Partnerschaften" oder "GWA" und im Kontext von Förderprogrammen wie city oder "Die soziale Stadt" boomt der Einsatz von Stadtteilarbeit auch in der ostdeutschen Stadterneuerungspraxis. Nur wenig erforscht sind jedoch die konkreten Interaktionsprozesse, die sich dabei unter den spezifischen Bedingungen ostdeutscher Quartiere vollziehen. Die Arbeit dokumentiert die Ergebnisse eines Feldforschungsprojekts, bei dem diese Prozesse für ein Chemnitzer Fallbeispiel über mehrere Jahre begleitet und untersucht wurden. Dabei wird dargestellt, wie die Sozialisation der lokalen Akteure in den politischen Kulturen der DDR zu ganz eigenen Themen und Schwerpunkten innerhalb der Stadtteilarbeit führt, die sich von jenen westdeutscher Konzepte deutlich unterscheiden.

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Ich schlofi mich -1978 - der Taz-Initiative an; ausgetriiumt der Traum radikaler Stadtteilarbeit, von Widerstand gegen Sanierungspolitik und grofieren Lebenszusammenhiingen im Stadtteil. " (Hentschel, 1981, S. ) Dieses ,Erst mal' weist aber schon daraufhin: Die Ruhe nach dem Sturm zum Ende der 70er erwies sich nur als die beriihmte Ruhe vor demSturm. 26 Damit ein Zusamrnenhang zu sehen ist auch ein sich seinerzeit herausbildender, vermehrter Bedarf der staatlichen und stiidtischen Stellen an einer sozialwissenschaftlichen Beschiiftigung mit den sozialen Problemen der Stadtemeuerung und deren Folgen.

26 Damit ein Zusamrnenhang zu sehen ist auch ein sich seinerzeit herausbildender, vermehrter Bedarf der staatlichen und stiidtischen Stellen an einer sozialwissenschaftlichen Beschiiftigung mit den sozialen Problemen der Stadtemeuerung und deren Folgen. So war beispielsweise der von Heidede Becker und Jochen Schulz zur Wiesch herausgegebene Band ,Sanierungsfolgen' (1982), der heute bereits zu einer Art Klassiker der Stadtemeuerungsforschung geworden ist, das Ergebnis der Vergabe eines entsprechenden Auftrags an das Deutsche Institut fur Urbanistik von Seiten des Berliner Senats im Jahre 1978.

Wie ja bereits oben dargestellt, war nach Nelles das Ziel der linken Bewegung der spaten 60er und friihen 70er die Befreiung von privaten Herrschaftsstrukturen durch Vergesellschaftung. "Auch personliche Emanzipation war von der Gesellschaft her gedacht. Die antiautoritaren Experimente im Erziehungsbereich, im Wohnbereich, im Partnerschaftsbereich usw. waren weniger an konlcreten eigenen Bediirfnissen, denn an theoretisch, iiber den Kopf verrnittelten Anforderungen zum Abstreifen der biirgerlichen Fesseln orientiert.

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