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By Dr. Otto Kant (auth.)

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Und doch ist auch ihre Vitalitat in einer Beziehung gehemmt, sie flieBt nicht frei ab in der ihr urspriinglich gemaBen Zone des Triebhaften, sondern es ist, als hatte ihre Lebendigkeit die Stufe des Triebhaften iibersprungen und komme erst in der haheren menschlichen Schicht der Geistigkeit zur Entfaltung, sei es im Kunstwerk, in religiOsen Verkiindigungen oder in der Ideenwelt der Wissenschaftl. Diese neurotische Besonderheit kannen wir wohl nicht besser umschreiben, als wenn wir sagen, es besteht eine Brechung, 1 Eine kurze Ubersicht ist hier erforderlich iiber die verschiedenen Moglichkeiten, oder besser gesagt Schichten der Vitalitat.

Das Tabuerlebnis des primitiven Menschen der Triebhaftigkeit gegeniiber bedeutet wahrscheinlich ebenso einen biologischen Selbstschutz vor Entgleisungen, wie die gelaufige aber psychologisch nicht weiter riickfiihrbare Eigenhemmung vor allem des Sexualtriebes, die so haufig in der Koppelung von Sexual- und Angsterleben zum Ausdruck kommt. Die Sexualitat ist eben am bedeutungsvollsten fiir die Erhaltung der Art, und die biologisch zweckvolle Verwendung der Sexualitat ist beim Menschen, wo sie nicht auf eine zeitlich begrenzte Brunstzeit beschrankt ist, besonders gefahrdet.

Unsere Meinung, daB in diesem FaIle die Grundvoraussetzung die Anlageschwache sei, wird durch folgende Erwagungen gestiitzt: Fiir eine primare Anlageschwache spricht zunachst die ausgesprochene Psychasthenie der Patientin; ferner ist doch wohl auch die mangelhafte Koppelung als Entwicklungshemmung Ausdruck einer biologischen Schwache, und schlieBlich weist auch in diesem FaIle die groBe Bedeutung perverser Teilstrebungen auf ein AuseinanderfaIlen der Triebbiindelungen und damit wiederum auf eine biologische "Schwache" zuriick_ Dafiir, daB eine solche "Entbiindelung" sich stets auf dem Boden einer gewissen biologischen Schwache voIlzieht, finden wir eine Hauptstiitze in der heute wohl unbestrittenen Auffassung der "Grundstorung" bei der Geisteskrankheit Schizophrenie (Spaltungsirresein) als einer "Insuffizienz der psychischen Aktivitat" (Berze), wo also auch erst als Folge der prozeBhaften biologischen "Schwachung" der ZerfaIl der seelischen Gesamtheit in verschiedene Teilkomplexe eintritt.

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